Naturmedizin für Kinder – Heilpflanzen für allerlei Wehwehchen

Besonders bei Kindern, die leicht erkrankt sind, sind viele Eltern skeptisch, chemische Präparate zu verwenden. In den letzten Jahren hat die Zahl derjenigen, die leichte Infekte oder Beschwerden mit pflanzlichen Mitteln korrigieren, kontinuierlich zugenommen. Erfahrungswerte haben gezeigt, dass besonders Kinder gut auf Naturheilpflanzen reagieren und sie auch gut vertragen. Sie unterstützen die Selbstheilungskräfte des Körpers, verschaffen Linderung und sind nebenwirkungsfrei (abgesehen von Allergien, die auftreten können; wie auch bei synthetischen Mitteln).Säuglingen kann man bei Blähungen einen leichten Fencheltee verabreichen, der oft wahre Wunder wirkt. Eine Mischung aus Kamille, Fenchel und Kümmel wirkt gut bei den befürchteten Dreimonatskoliken.

Hat Ihr Kind eine Erkältung mit Husten, wird ein Hustensaft mit Thymian, Spitzwegerich und Eibisch gerne genommen. Der Schleim wird dadurch gelöst und verflüssigt und kann leichter abgehustet verwunden. Bei Schnupfen empfehlen sich Nasenspülungen mit lauwarmen Kamillentee, dem eine Brise Kochsalz beigemischt wurde. Unseren Großmüttern war noch die selbst gemachte Schnupfensalbe mit Butter und Majoran ein Begriff. Gegen Halsschmerzen hilft Tee mit Salbei und Kamille, dem ein Löffel echter Bienenhonig zugesetzt werden kann.

Leidet ihr Kind an Magen-Darm-Beschwerden finden sich auch hierfür vorzügliche pflanzliche Helfer. Kamille und Pfefferminze wirken entkrampfend; Anis, Kümmel und Fenchel sind die Mittel der Wahl gegen Blähungen. Auch Melisse und Schafgarbe wirken sich sehr positiv auf den Darm aus. Leidet ihr Kind an Durchfall, sind getrocknete Heidelbeeren ein sehr gut verträgliches Mittel, das Kinder auch gerne nehmen. Besonders wichtig bei Durchfall ist es, dass ihr Kind ausreichend trinkt und auch genügend Elektrolyte aufnimmt. Deswegen können Sie dem Tee einen Löffel Traubenzucker, eine Prise Salz und eine Messerspitze Backpulver (Natriumbicarbonat) zusetzen.

Bei Nieren- und Blasenproblemen ist das Wichtigste, viel zu trinken, um die Krankheitserreger auszuspülen. Gut wirksam ist hier ein Saft mit Preiselbeeren, der den Harn desinfiziert und bei leichten Entzündungen hilft. Tee mit Beerentraubenblättern wirkt genauso gut.

Leidet die ihr Kind unter Schlafstörungen, kann ein Tee mit Melisse, Kamille und Baldrian Abhilfe verschaffen. Auch Passionsblumen und Hopfenblüten können hierfür eingesetzt werden.

Ein Kräuterkissen mit ausgewählten Bergkräutern duftet nicht nur gut, es bringt auch auf den ersehnten Schlaf, den besonders Kinder in der Entwicklung so dringend brauchen. Kräuterkissen und auch Heublumensäckchen lassen sich auch sehr gut für warme Auflagen und Umschläge verwenden.

Bitte beachten Sie generell bei Erkrankungen ihres Kindes: Sollten die Beschwerden länger als drei Tage andauern oder das Fieber über 38,5 Grad Celsius ansteigen, sollten sie stets einen Arzt oder Kinderarzt konsultieren, der die Erkrankung genauer abklärt und gegebenenfalls die notwendigen Medikamente verordnet.

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