Unser Darm ist ein wahres Wunderwerk – er versorgt uns mit allen lebensnotwendigen Stoffen und ist Sitz des Immunsystems. Auch unsere Gefühle und unser Wohlbefinden spiegeln sich oft im Zustand unseres Darms wider, Der Darm verarbeitet im Laufe des Lebens etwa 30 Tonnen Nahrung und 50 000 Liter Flüssigkeit , dabei produziert er ganz nebenbei einen wesentlichen Teil unseres Stimmungshormons Serotonin. Auch andere drogenähnliche Substanzen lassen sich dort finden und sorgen für Wohlbefinden oder anderenfalls für Katerstimmung. Eine ganz wesentliche Rolle spielen im Darm auch die Bakterien, die dort angesiedelt sind. Sie spalten unverdauliche Nahrungsbestandteile, lösen Stoffe aus Pflanzen heraus und produzieren Vitamine. Dabei reagiert unsere Darmflora oft sehr sensibel, vor allem auf Antibiotika, Medikamente und falsche Ernährung. Gerät das feine Zusammenspiel der „guten“ Bakterien durcheinander, breiten sich fremde Keine im Organismus aus, die Folge davon ist: der Mensch wird krank.
Viele Menschen haben Probleme mit der Verdauung, das Spektrum reicht von Durchfall, Verstopfung bis zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Reizdarm und im schlimmsten Fall Darmkrebs.
Für die weniger gravierenden Beschwerden gibt es einige sehr bewährten Mittel aus der Pflanzenheilkunde. Hierfür bieten sich wohltuende Tees mit Pfefferminze, Kamille, Engelwurz, Schafgarbe, Löwenzahn, Kümmel und Fenchel an. Natürlich sollten sie bei länger als ein paar Tagen anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufsuchen.
Ist Ihre Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten, sollten sie frisches Sauerkraut oder milchsauer vergorenes Gemüse, Jogurt oder Sauermilchprodukte essen. Auch Kombucha oder Brottrunk stecken voll gesunder Milchsäurebakterien und auch die sogenannten Probiotika, die in vielen Gemüsesorten stecken, sind hilfreich. Zu einer gesunden und regelmäßigen Verdauung gehört auch, ausreichend zu trinken (zwei Liter am Tag!). Besonders wichtig ist auch die tägliche Bewegung. Eine halbe Stunde am Tag bringt nicht nur den Darm in Schwung, sondern hilft auch Stresshormone abzubauen. Auch Meditation und autogenes Training wirken sich sehr positiv auf unser Bauchgefühl aus.
